27.9.1893 Birger Forell wird in Söderham, nördlich von Stockholm geboren. Obwohl seine Eltern von einfacher Herkunft sind und es daher bei 4 Kindern immer an Geld mangelt, darf er nach Erlangen der mittleren Reife noch zwei Jahre die Handelsschule in Karlstad besuchen. Nach seinem Abschluss wird er dort Lehrer und bereitet sich zeitgleich darauf vor, sein Abitur zu machen, das er 1915 an einem renommierten Stockholmer Gymnasium besteht.[1]
1916 immatrikuliert Forell an der theologischen Fakultät Uppsala. Hier wird erstmals sein Interesse für Deutschland entfacht, als er auf die Bücher deutscher Theologen stößt. Um sie kennen zu lernen, allen voran Prof. Rudolf Otto, reist er im Winter 1919 erstmals nach Deutschland und kommt ein Jahr später auch nach Berlin. [2]
1921 besteht er, wieder in Schweden, sein zweites theologisches Examen und wird zum Pfarrer ordiniert. Dieses Mal fährt er im Auftrag des schwedischen Erzbischofs Nathan Söderblom (siehe Bild) nach Deutschland, um evangelische Minderheiten in den ehemals deutschen Gebieten, die nun zu Polen gehören, zu schützen.[3]
1921-26 findet Forell eine Anstellung als Seemannspastor in Rotterdam, wo er auch die schwedische Kirche stellvertretend vertritt. Danach ist er für weitere drei Jahre Pastor in Tillinge, in der Nähe seines Geburtsortes. [4]
1927/28 unternimmt er zusammen mit Professor Otto eine religionswissenschaftliche Forschungsreise nach Indien, auf der erarbeitet werden soll, wie sich eine mögliche Zusammenarbeit mit den verschiedenen Religionen Indiens gestalten ließe; dabei trifft Birger Forell auch auf Mahatma Gandhi, den geistigen Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung. Als er die traurige Nachricht vom Tod seiner beiden kleinen Söhne erhält, bricht er die Reise ab und fährt zurück nach Schweden.[5] 1931 wird sein dritter Sohn, Urban Forell, geboren.[6]