1929 wird die Pfarrstelle an der schwedischen Victoriagemeinde in Berlin frei, woraufhin sich Forell sofort bewirbt und die Stelle erhält. Während der großen Weltwirtschaftskrise ist es hier vorrangig sein Ziel, den Arbeitslosen, die keine Unterstützung bekommen und in Not leben, zu helfen.[7]
Ab 1933 kommen zusätzlich zu den Hungernden noch die von den Nationalsozialisten Verfolgten hinzu. Forells Wohnung entwickelt sich schnell zu einem Treffpunkt für Notleidende, da der schwedische Pastor, der entschlossen auf der Seite der Bekennenden Kirche steht, immer ein offenes Ohr besitzt. [8] Doch Forell spricht nicht nur neuen Mut zu, sondern wird auch selbst tätig: 1938 lässt er das Dachgeschoss ausbauen, um Verfolgte bei sich aufnehmen zu können und ihnen eventuell einen neuen Pass ins Ausland zu besorgen. Deshalb dauert es nicht lange, bis sein Haus von der Gestapo bewacht wird, die aber nicht den Hinterausgang kennt, über den man ohne Probleme in das Großstadtleben abtauchen kann. [9]
1942 beginnt die schwedische Regierung um das Wohl Birger Forells zu fürchten und lässt ihn von seinem kirchlichen Vorgesetzten wieder nach Hause rufen. Dort wird Forell Hauptpastor in Borås, einer Gemeinde in Südschweden. [10]