Wir hörten zum ersten Mal im Oktober 2008 von dem Geschichtswettbewerb, als die Lehrer unserer Geschichtskurse das Projekt vorstellten und auf ein Treffen mit unserer engagierten Referendarin Frau Chleborad hinwiesen.
Bei dem Informationstreffen waren, uns mitgezählt, zehn Leute; diese Anzahl schrumpfte jedoch schnell auf fünf, von denen einer alleine arbeitete.
Nachdem wir uns entschieden hatten, am Wettbewerb teilzunehmen, stellte sich uns die Frage, welche Helden es in unserer Region zu finden gab. Am Anfang hatten wir drei Menschen zur Auswahl: einen ehemaligen Präses des Kirchenkreises, einen Mann aus Pr. Oldendorf, der in einer tollkühnen Aktion die Sprengung der Brücken über den Mittellandkanal durch die Deutschen verhinderte und so den Einmarsch der Alliierten möglich machte, und Birger Forell. Die Begeisterung für Forell war am Anfang eher gering. Keiner von uns wusste viel über ihn, aber wir alle hatten nicht den Eindruck, dass er eine interessante Geschichte bieten konnte. Nachdem wir uns aber schließlich wegen des Lokalbezugs und der Informationsmenge trotzdem für ihn entschieden hatten, merkten wir schnell, dass hinter diesem Mann mehr steckte, als sein Ansehen vermuten ließ.
Im Dezember 2008 besuchten wir das Stadtarchiv Espelkamps, wo uns der Archivar Herr Spangenberg netterweise das Material nicht nur einsehen, sondern sogar mitnehmen ließ. In den Weihnachtsferien folgte eine intensive Materialsichtung, während der wir feststellten, dass es sich bei Birger Forell nicht um einen langweiligen Gemeindepfarrer handelte, sondern um eine Art ‚schwedischen Gandhi'.
Bevor wir anfangen konnten, richtig in die Arbeit einzusteigen, mussten wir uns Gedanken über die Präsentationsform machen. Schließlich entschieden wir uns für eine Internetseite, weil wir gerne etwas multimediales gestalten wollten und die Homepage alle Möglichkeiten dazu gibt: man kann Texte und Bilder einfügen und durch Verlinkungen die Zusammenhänge zwischen einzelnen Sachverhalten genauer darstellen. Außerdem hoffen wir, über das Internet auch mehr Jugendliche zu erreichen, die sicher weniger Interesse daran hätten, sich mit Birger Forell in gebundener Form zu beschäftigen. Allerdings wirkte sich das Format der Homepage auch auf den Umfang unserer Arbeit aus, da wir unser Wissen präzise zusammenfassen mussten und versuchten, nur das für unsere Fragestellung relevante einzubringen.
Wir wollten uns bei unseren Materialien jedoch nicht nur auf Sekundärliteratur und Tagebucheinträge und Predigten Forells beschränken, sondern auch die Menschen in unserer Umgebung miteinbeziehen. Auf diese Weise wollten wir herausfinden, was man heute noch über ihn weiß. Wir befragten, mit Kamera und Diktiergerät bewaffnet, sowohl in unserer Schule als auch in Espelkamp Menschen.
Abschließend bleibt uns nur noch zu sagen, dass der Wettbewerb unsere Sicht auf Birger Forell und die Geschichte Espelkamps grundlegend verändert hat und dass es letztendlich Spaß gemacht hat, sich mit diesem Helden zu beschäftigen.